Projekt zur Entwicklungszusammenarbeit in Südafrika

In Südafrika, Kapstadt fand das erste Projekt von CBS im Bereich der Entwicklungshilfe statt. Es handelte sich um eine Kooperation mit Doktoranden und Studenten der Universität von Kapstadt (UCT), die sich in der IEEE Student Branch engagieren. 

Eine Kommission der beiden Vereine organisierte die Installation von 2kW-Photovoltaikmodulen und eines solaren Warmwassersystems für das Waisenhaus „Emasithandane“ in Nyanga, einem Township nähe Kapstadt. Bis dato musste das verarmte Heim mit 36 Kindern zwischen 1 und 18 Jahren ihren Strom selbst bezahlen; der Boiler war nicht mehr funktionsfähig. Mit Hilfe von Spenden, die unter Anderem von Crossing Borders Stuttgart gesammelt und bereitgestellt wurden, konnten die Anlagen für das Waisenhaus komplett finanziert werden.

Mitte November 2011 fand schließlich die endgültige Installation mit Unterstützung zweier Mitglieder von CBS statt.

 

Vorort unterstützten die Mitglieder zusätzlich ein High School Projekt der IEEE Student Branch. Deren Ziel ist es Schülern im Alter von ca. 16 bis 18 Jahren von verschiedenen Schulen, die ebenfalls in Townships liegen, die Notwendigkeit, Funktion und Nutzungsweise Erneuerbarer Energien näherzubringen.
Damit soll einerseits ihr Interesse für Technik geweckt werden, ihnen andererseits aber auch einen Einblick in die Universität und ein eventuelles Studium gewährt werden. Diese Motivation ist für Schüler aus den ärmsten Gegenden Kapstadts sehr wichtig, da von zu Hause oftmals die dafür notwendige Unterstützung fehlt. Somit wird ihnen die Chance ermöglicht später selbst aus der Armut der vorherigen Generation auszubrechen.

Konkret haben die CBS Mitglieder dafür Unterrichtstunden vorbereitet und auch selbst gehalten. Es ging um verschiedene Arten der Technologie regenerativer Energien sowie deren Anwendung. Begeistert waren die Schüler von den vielen Bildern, einem selbstgebauten Photovoltaikmodul, einem Solarkocher und einem kleinen Windrad, die tatsächlich funktionierten. Abschließend präsentierten die Schüler selbst, was sie aus diesen Unterrichtseinheiten gelernt hatten und was sie später selber gerne machen würden. Daraus ging hervor, dass zumindest ein erster Teil unseres Ziels erreicht worden ist - das Interesse und die Begeisterung zu wecken, eigene Perspektiven zu erweitern.